Volker Lewe

Heute haben wir für die Serie den Kasseler Fotografen Volker Lewe im Interview.
Volker_Lewe

1967 in Kassel geboren lebt er heute im Landkreis Kassel.

Bereits in seiner Jugend hat er sich mit der Fotografie beschäftigt, richtig angefangen hat er aber erst im Jahr 2011. Mit dem Einsteigermodel Canon 1000d lernte er die Grundlagen der digitalen Fotografie. Im Laufe der Zeit hat er sich dann immer mehr auf das Fotografieren von Menschen konzentriert.

Er mag es, gewisse Situationen oder Stimmungen zu erkennen und zu erfassen. Seine herangehensweise an ein Foto beschreibt er, dass er nicht das fotografiert was er sieht, sondern das, was er sehen will.

Was für eine Bedeutung hat Kassel für dich und was magst du an Kassel?
Kassel ist mein Heimatort, hier bin ich geboren und hier habe ich meine Wurzeln geschlagen. Ich mag es, dass es nicht so riesig ist. Ich habe in Frankfurt gewohnt und schätze den Kleinstadtcharakter von Kassel.
Welches ist dein Lieblingsort in Kassel zum Fotografieren?
Da ich vorwiegend im Portraitbereich unterwegs bin, spielt die Location in Kassel nicht so die große Rolle. Eine kleine tolle Wand oder ein besonderer Lichtfall ist für mich wichtiger. Wenn ich es aber definieren sollte, finde ich die Willi-Allee in den Abendstunden toll. Und die Innenstadt an einem Sonntag.
Hast du noch andere Orte an denen du gerne Fotografierst und warum?
Ich fotografiere im Moment viel in Frankfurt, da die Tower in der Innenstadt viele tolle Fassadenfarben haben. Viele Reflexionen und tolle Lichtmomente.
Welchen Tipp würdest du geben um interessante Fotos zu schießen?
Bleibt authentisch und macht das, was ich machen wollt. Ich versuche, und das werde ich noch lange versuchen, den Menschen zu sehen – diesen kleinen Moment in den Augen, der Ausdruck der nur kommt, wenn sich das Model vor meiner Kamera entspannt. Diesen Moment zu erreichen ist schwieriger zu erreichen, als dann ein tolles Bild zu schießen. Bilder müssen fotografisch nicht hundertprozentig sein, nur der Moment, der sollte es sein. Macht Euch nicht zu Techniksklaven, ein guter zeichnet kann auch mit einem Kugelschreiber ein tolles Bild malen.
Was inspiriert dich und gibt es besondere Orte oder Menschen die dies im besonderen tun?
Momente inspirieren mich. Es kann eine bestimmte Situationen geben, die mich in ein bestimmte Stimmung bringen. Das kann eine Szene in einem Café sein, das kann ein Zwischenmenschlicher Moment sein. Ich sehe Momente, die ich dann versuche umsetzen. Und seien wir mal ehrlich, es sind auch immer die eigenen Fantasien die einem Inspiration geben können.
Hast du fotografische Vorbilder an denen du dich orientierst?
ein großes Vorbild ist für mich Peter Coulson. Der kann es mit einem Licht zu einem perfekt Bild schaffen. Das will ich auch einen Tages können. Des weiteren schätze ich meinen Freund Giacchino der Erba aus Frankfurt, dessen Bilder einen besonderen Ausdruck haben.
Ebenso wie Stefan Beutler, der im doppelten Sinn ein großer Fotograf ist.
Mein Motto: „Es ist nicht die Größe Deiner Kamera, es ist, wie man mit dem Model redet“ (Peter Coulson)