Karsten Socher

Wir freuen uns, dass wir den Fotografen Karsten Socher für unser Interview gewinnen konnten.
 
Karsten ist 1974 in Düsseldorf geboren und hat die kreative Fotografie von der Pike auf erlernt.
14 Jahre lagen zwischen seinen ersten Versuchen mit der Kamera und der Verleihung jener Urkunde, die ihn als Meister seines Fachs ausweist – mit 24 Jahren war Karsten Socher Ende der 1990er-Jahre einer der jüngsten Fotografenmeister in Deutschland.
Die Kombination aus solidem handwerklichen Fundament, beeindruckender Kreativität und dem stets angemessenen Umgang mit den Menschen und Situationen vor dem Objektiv wissen seit Jahren zahlreiche Auftraggeber des freien Fotografen zu schätzen.
 
Foto Jochen Herzog, honorar- und kennzeichnungspflichtige Aufnahme (Urhebervermerk im Sinne von § 13 UrhG), Aufnahmedatum: 27. Mai 2005 *** Local Caption *** Aufnahme ist honorar- (zzgl. gesetzl. MwSt.) und kennzeichnungspflichtig (Urhebervermerk im Sinne von § 13 UrhG) Belegexemplar erforderlich Bankverbindung: Kasseler Sparkasse; Konto Nr. 1084889 / BLZ 520 503 53 Veröffentlichung gem. AGB Kontakt: Karsten Socher, www.ks-fotografie.net, info@ks-fotografie.net, Mobil 0171 - 28 65 775

(c) Foto Jochen Herzog, 2005

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Was für eine Bedeutung hat Kassel für dich und was magst du an Kassel?
Kassel ist für mich der Ort, wo meine Freunde, meine Liebsten und meine Familie wohnt. Und ich glaube so was nennt man Heimat. Und Kassel hat einen großen wirtschaftlichen Vorteil: Den Standort in der Mitte Deutschlands. Von hieraus bin ich schnell in alle Himmelsrichtungen unterwegs zu Aufträgen. Die Bahnanbindungen sind gut, wenn auch nicht hervorragend. Vor allem die Ost-West-Verbindung lässt wünschen. Ohne Umsteigen geht hier gar nichts. Da muss ich dann das Auto nehmen. Das muss ich meistens sowieso nehmen. Die Autobahnanbindung ist in alle Himmelsrichtungen super, auch wenn es sich oft zwischen Drammetal und Melsungen staut. Und Kassel hat einen Flughafen und ich habe die Hoffnung, dass man vielleicht von dort aus mal irgendwann schnell nach München, Berlin, Dresden oder Schweiz und Österreich fliegen kann. Aber wie wir wissen, dass mit den Flughäfen (Stichwort BER und Winterpause in Calden) können wir Deutsche nicht so ganz einfach realisieren.
 
Welches ist dein Lieblingsort in Kassel zum Fotografieren?
Der Bergpark und die Karlsruhe, wenn das Licht und das Wetter stimmen, findet man hier interessante Motive.

Orangerie Kassel in der Karlsaue Kassel

Orangerie Kassel in der Karlsaue Kassel

 
 
Hast du noch andere Orte an denen du gerne Fotografierst und warum?
Es hängt immer von den Aufträgen ab. Es gibt viele tolle Plätze, wie zum Beispiel der vordere Westen, wo man mal andere tolle Hochzeitsportraits fotografieren kann.
 
 
 
 
 
Welchen Tipp würdest du geben um interessante Fotos zu schießen?
Da könnte ich euch jetzt viele mitgeben, hängt aber auch alles von der Thematik ab, die man fotografieren will, die wichtigsten Gfrau_erotik_portrait_ganzkoerper_karsten-socher_peoplefotografrundregeln sind aber:
– verlasst euren eigenen Wohlfühlbereich, also die eigene Komfortzone, geht in die Hocke oder in die Höhe, um mal einen anderen Standort zu finden, legt euch notfalls auch mal auf dem Weg lang,
– es kommt nicht auf die Kamera an sondern auf den Fotografen, die ganze Schlacht um höher, schneller, mehr Pixel bringt nichts, wenn man nicht weiß, was man fotografieren will und es umsetzen soll
– sucht euch ein Thema und versucht es fotografisch umzusetzen
– beherzigt die journalistische Regel: Ist das Bild schlecht, warst Du nicht nah genug dran
– reduziert eure Aufrüstung auf das wichtigste, eine Kamera, eine Linse, einen Reflektor, ein Stativ (oder Erbsensack) und einen Polfilter (vielleicht noch ND), das reicht für gute Fotos
Wenn ihr interessante Fotos von Kassel habt, probiert folgendes:
1) Das Licht am Morgen und am Abend sind die stimmungsvollsten. Deshalb früh aufbrechen und das Morgenlicht und Wetter beobachten für besonders interessante Fotos.
2) Einfach die Kamera mal mit nur einer Linse bestückt und vielleicht einem Polfilter in der Tasche schnappen und durch die Gegend laufen. Man nimmt seine Stadt so anders war. Ich bin so schon 20 Kilometer am Stück durch Kassel gelaufen, konnte alles viel mehr auf mich wirken lassen und so die Stadt sowie die Menschen fotografieren.
 
Was inspiriert dich und gibt es Orte oder Menschen die dies im besonderen tun?
Mich inspirieren unterschiedliche Dinge. Das kann ein Film, ein Nachrichtenbeitrag, ein Zeitungsartikel oder Blogbeitrag sein. Das kann eine Wolkenformation sein oder irgendwas, was ich gerade beobachte. Beim Einkauf kann ich was sehen, was mich auf neue Ideen bringt (Ikea, Möbelhäuser und Baumärkte können wahre Inspirationsquellen sein). Das ist genauso mit Orten und Menschen.
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Hast du fotografische Vorbilder an denen du dich orientierst?
Ja, die können auch inspirieren. Und zeitgleich ist es auch schön zu sehen, dass diese auch nur mit heißen Wasser kochen. Da sind zum Beispiel Jim Rakete, Ansel Adams, Didi Ziel, Thomas Höpker oder Helmut Newton. Aber auch Kollegen wie Guido Karp, Mike Larson oder Steve Thornton, hier sind die Gespräche mit den Kollegen immer wieder inspirierend. Zum Beispiel habe ich mich Steve auf der Photokina lange über die Qualität der neuen Sigma Objektive im Vergleich zu den Canon Optiken unterhalten. Er hat jetzt auf Sigma gewechselt, weil er davon begeistert ist. Ich weiß, was ich als nächstes angehen werde.
 
Vielen Danke für das nette Interview
Mehr könnt ihr auf seiner Webseite oder in seinem Blog lesen.