Dirk Delhaes

Weiter geht es in der Serie mit dem Fotografen Dirk Delhaes.

„Die Fotographie ist für mich ein Weg, meine Gefühle auszudrücken und dabei kreativ zu sein. Ich spiele mit dem Licht und der Tonung wie auf einem Instrument, um die richtige Stimmung zu erzielen. Mein Bestreben ist es, nicht einfach nur eine Person oder ein Objekt abzubilden, sondern deren natürliche Persönlichkeit zu erfassen. Wenn möglich, den feinen Charakter des Menschen, für jeden sichtbar, in der Aufnahme zu manifestieren.“

Delhaes

 

Was für eine Bedeutung hat Kassel für dich und was magst du an Kassel?

Kassel ist für mich meine Geburtsstadt mit der ich viele tolle Erinnerungen teile. Sie war und ist meine Drehscheibe in Deutschland. Für mich ist Kassel, die Stadt der Künste wo nicht nur die Weltgrößte Kunstausstellung regelmäßig stattfindet, sondern auch, trotz der Zerstörungen im zweiten Weltkrieg, so viele wunderbare Orte und Bauwerke beheimatet sind, wie man es sonst in dieser Form kaum in anderen Städten findet.

Welches ist dein Lieblingsort in Kassel zum Fotografieren?

Hmm so direkt einen Lieblingsort hab ich gar nicht weil ich viele Plätze hab die ich mag. Für mich dient die komplette Stadt als Kulisse, wobei ich mittlerweile zu außergewöhnlichen Locations neige und diese auch speziell Suche.

Hast du noch andere Orte an denen du gerne Fotografierst und warum?

Für Landschaftsaufnahmen wäre das definitiv der Bereich des Herkules

Welchen Tipp würdest du geben um interessante Fotos zu schießen?

Uff da gibt es so viele Tipps und Ratschläge die ich mittlerweile geben könnte. Einen den ich seit meinen Anfängen gebe und auch selbst gemacht habe. Arbeitet mit Blende, ISO und Zeit und verlasst Euch nicht auf Hilfsmittel wie Automaten, Histogramme usw. Diese sind zwar vielleicht am Anfang ganz toll aber nur, um das gesamte zu verstehen. Um ein Gefühl für die Fotografie zu bekommen, sollte man auf solche Dinge eher verzichten und sich auf das wesentliche konzentrieren.

Was inspiriert dich und gibt es Orte oder Menschen die dies besonders tun?

Im Prinzip will ich meinen eigenen Weg gehen und hole mir bei vielen Dingen Inspirationen, Ideen und Anregungen.  Ich befinde mich aktuell noch in einer Art Selbstfindung und experimentiere sehr gerne. Denn sicherlich kann man sich auf einen Stil und eine Sache festlegen und ist dann auf der sicheren Seite. Ich will aber aktuell experimentieren und sammle gerade dadurch extrem viel Wissen und Erfahrung.

Hast du fotografische Vorbilder an denen du dich orientierst?

Also Vorbilder habe ich viele, da wären zum Beispiel Matthias Schwaighofer, Calvin Hollywood, Tamara Williams, Jens Burger. Mit ein paar von Ihnen stehe ich auch in Kontakt und tausche mich manchmal aus.